Die Wahl

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Der Steffen
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Beitragvon Der Steffen » Mo 28.09.2009 22:47

Na da komme ich leider in nächster Zeit eher nicht vorbei. Obwohl ich ja so eine frisch gepimpte Dame gerne auf einen Kaffee eingeladen hätte.

CHris
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Beitragvon CHris » Mi 30.09.2009 21:56

Hallo?

Jetzt ist schon Überübermorgen...

Jung, komm inne Hufe...

CHris
Gruß CHris
--
Das Leben hat zwar eine beschissene Storyline, aber geile Grafik!

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Torsten
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Beitragvon Torsten » Mi 30.09.2009 22:02

Nun finde ich wieder etwas Zeit und kann den kleinen Tourbericht beenden.

Es begann nun also Tag 4 unserer Tour. Wir saßen im Pattissenhof beim Frühstück und überlegten, welche von Bernds vorbereiteten Touren wir fahren wollen.
Ernsthaft begannen wir über die allseits bekannte Sella Runde nachzudenken. Es war zwar Sonntag, aber immerhin Nachsaison und sehr viele Motorradfahrer hatten wir bisher noch nicht gesehen.
Die waren garantiert alle wegen der schlechten Wetterprognosen zu Hause geblieben *lol*
Wir zum Glück nicht, doch nun machten uns selbst unsere Wirtsleute Biggi und Günther keine großen Hoffnungen auf einen regenfreien Tag. "Spätestens am Nachmittag regnets", hörten wir.

Da nun aber doch die ersten Sonnenstrahlen am Rosengarten zu sehen waren, setzten wir uns erst einmal auf die Terrasse und tranken noch einen Kaffee.
Nach Genuß desselben beschlossen wir, heute erst einmal loszufahren und zu schauen, wie das Wetter wird.
Wir fuhren also zügig über die uns schon im Schlaf bekannten Pässe Niger und Karer bis zur Tankstelle in Canazei. Die KTM hatte wieder einmal keinen Sprit. Die alte Saufziege nimmt sich in den Bergen 7,5 bis 8 l/100km, dabei bin ich immer im Windschatten von Bernd gefahren. Was braucht die erst ohne *grins*
Na ja, im Winter wird sie erst einmal zerlegt, der Luftfilterkasten dicht gemacht und die Düsennadel tiefer gehängt. Auf die dann fehlenden 3 bis 5 PS werde ich auch noch verzichten.

Doch zurück zur Tankstelle. Man merkt, dass bereits Nachsaison ist, denn der Tankwart war nicht in Sicht. Also musste ich mir mit Bernd Sprit für 20 Euro teilen.
Bernds Tank war nun wieder voll, bei meinem konnte ich jetzt wenigstens ein entferntes Plätschern hören.
Also weiter. Von Canazei ist es ein Katzensprung bis zum vor dem Pass liegenden Lage di Fedaia. Hier war ich zwar schon etliche Male und habe sogar Fotos vom zugefrorenen See, doch heute wollte Bernd mir zur Abwechslung mal die andere Seite zeigen.

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Als wir dann dort beim Espresso saßen, fiel unser Blick auf die Seilbahn. Ungewöhnlich war, dass man in Körben auf den Berg gefahren wurde und dabei stehen musste.
Wir schauten uns an und waren sofort einer Meinung, dass wir damit fahren wollen.
Also die Helme beim Kassenwart verstauen und ab geht es.

Da oben ist der qtreiber. Man kann am Klettersteig sehen, wie steil es dort ist.

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Und hier der MilleMÄN

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Oben angekommen, boten sich uns fantastische Ausblicke
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Aufgrund der Eindrücke und auch ein wenig wegen der Sitzbankabdrücke an meinem Allerwertesten beschloß ich, nach dem Abstieg zurück zum Pattissenhof zu fahren und den Tag mit einem Fußmarsch ausklingen zu lassen.

Bernd kann ja nie genug fahren und erzählte mir dann Abends, dass er u.a. noch meinen Lieblingspass Giao gefahren ist.
Ich ging allein, begleitet nur von Adriano Celentano, vom Pattissenhof zum Schönblick, trank dort eine große Apfelschorle und begab mich dann auf den Rückweg.
Allerdings die große Runde, denn nach einer knappen Stunde kam ich hier vorbei
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Die schlechte Qualität dieses Fotos bitte ich zu entschuldigen, meine Hand hat nach dem Aufstieg gezittert und die Schweißtropfen liefen mir in die Augen. Ehrlich.


Zurück im Pattissenhof saß Bernd schon auf der Terrasse und plante die Rücktour zum Ost-Bahnhof München.
Regen gab es an diesem Tag keinen, genau wie die Tage davor.
Aber ein paar dunkle Wolken hingen schon über dem Rosengarten
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Eigentlich wollte ich den Abend nun bei Forst und leckeren Obstgetränken ausklingen lassen (wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt), war aber merkwürdigerweise hundemüde und ging früh schlafen.


Am letzten Morgen wurde noch einmal ausgiebig gefrühstückt, bevor Abschied vom Pattissenhof und seinen überaus netten Betreibern genommen wurde. Wir sehen uns im Mai 2010 zum 10jährigen wieder.
Die Straßen waren zwar noch etwas feucht vom Regen der Nacht, aber die Sonne strahlte was das Zeug hält.
Bernds Tourplanung sah für die Rücktour einige schöne Strecken vor (wie immer), aber auf mein Bitten zeigte er mir vorher noch die Einfahrt zur Alten Tierser Landstraße.
100 Mal vorbeigerast, nun zum ersten Mal hinein gefahren. Doch leider wurde hier gebaut, aber bis dahin war es interessant zu fahren.

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Der Rest ist scnell erzählt. Ich fuhr wie immer einfach nur hinter Bernd her (wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt) und es ging über den Ritten

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das Penserjoch

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Jauffenpass

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Timmelsjoch

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Hahntennjoch (wie immer etwas rutschig)

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und dem Namlos zum Plansee
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In Deutschland angekommen, hakten wir noch den Staffelsee auf der Liste ab
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bevor dann der Tourabschluß in einem Münchner Biergarten bei schönstem Wetter gefeiert wurde.

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Prost!

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Alles in allem war es eine saugeile Tour und wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei Bernd bedanken, der mir das alles ermöglicht hat und mit der bunten Vielfalt allerfeinster Kurven das richtige Händchen bewiesen hat.

Hier noch ein letztes Foto vom Erleuchteten:

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Ich fahre nicht zum Grüßen.

Bella Donner
Boxer Brüller
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PitB
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Beitragvon PitB » Do 01.10.2009 07:45

Klasse und merci für den Appetitmaker! :clap:


Und ihr habt die Regel bewiesen: gibt kein schlechtes Wetter - nur ne schlechte Tourplanung :wink:

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Torsten
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Beitragvon Torsten » Do 01.10.2009 07:53

Wenn Engel reisen :wink:
Ich fahre nicht zum Grüßen.

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Beitragvon jj » Do 01.10.2009 08:31

Sehr nett, nur bin ich mir nicht so sicher, ob dir die Strecke auch gefallen hat. Ist doch recht viel Gegend auf den Bildern.
Laut Miracoli bin ich vier Personen

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Klaus_GP
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Beitragvon Klaus_GP » Do 01.10.2009 12:33

Weil Ihr mich noch nicht kennt :mrgreen:, geb' ich mal zu Protokoll, daß mir der Bericht gefallen hat,
sackt der
Klaus

Achja, so einen Körbchenlift (ist das jetzt ein "Ganzkörper-PushUp"? :? ) gibt's auch am Rosengarten von der Nigerpassstraße zur Köllner Hütte ...

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qtreiber
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Re: Die Wahl

Beitragvon qtreiber » Do 31.12.2015 17:54

Torsten hat geschrieben:Vor kurzem hatte ich die Wahl zu Hause zu bleiben oder noch einmal in die Berge zu fahren.
Obwohl ich momentan auch großen Spaß an der Rennstreckenhatz habe und von den TwinDays noch ganz euphorisiert war, so liebe ich auch die Kehren und Pässe in den Bergen.
Nach kurzer Überlegung und einem meiner geliebten Gattin zugeworfenen treuen Hundeblick stand meine Wahl also fest: Die Berge.

Für mich als Selbstständigen war es schon sehr spontan, innerhalb von 10 Minuten einer 5-tägigen Urlaubstour zuzustimmen, die 12 Tage später beginnen sollte. Zumal das immer einiger Vorbereitung bedarf.
Aber wenn Q-Treiber Bernd eine kleine Tour plant und man auch nur eine winzige Chance hat, mitzufahren, sollte man sie nutzen.

Wer Bernd kennt weiß, dass er ein Freund ausgiebiger Routenplanung ist und so wurde schon im Vorfeld eine nette Tour zusammen gestellt.
Ausserdem hat sich Bernd neben der Routenplanung auch um die Buchung des Autoreisezuges gekümmert. Für mich war es also das Rundumsorglos-Paket, zumal ich Bernd in Sachen Tourplanung schon immer blind vertraut habe.
Voller Vorfreude auf die Tour studierte ich also jeden Tag die im WWW angebotenen Wetterprognosen. Allerdings mit schlechten Ergebnissen. Während für die Heimat bestes Spätsommerwetter angesagt war, schien unsere Tour im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser zu fallen. Doch ich hoffte auf mein Glück und den Spruch:"Wenn Engel reisen". ;)
Am Donnerstag, den 17.9. war es endlich soweit, Ankunft in Lörrach mit dem Autoreisezug. Das wir Dank eines Einzelabteils eine ruhige Nacht hatten, möchte ich hier nur kurz erwähnen.
Doch der Morgen verhieß nichts Gutes, es regnete. Da wir in unserem Abteil leider von der Kaffeeversorgung der Deutschen Bahn abgeschlossen waren, fuhren wir zum Frühstück in ein nahegelegendes MC Cafe.
Hier wurde sogleich das Notebook herausgeholt und nach dem Wetter in der Umgebung geforscht. Die Prognosen blieben aber gleich schlecht, so dass wir uns die Regenkleidung überwarfen und uns auf en Weg machten.
Wir hatten schließlich Urlaub und wollten uns die nächsten Tage auch durch das Wetter nicht vermiesen lassen.
Das Ziel für diesen Tag war die Schweiz und so ging es zum Passwang
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Ich hatte mir extra einen neuen Reifen aufziehen lassen und da ich noch 2 angefahrene Pilot Power Hinterreifen liegen habe, wollte ich mal den Pilot Road 2 versuchen. Und auf den feuchten Straßen funktionierte die Kombination mit dem bereits über 4000 km gefahrenen Power vorne recht gut.

Doch schon nach einer guten Stunde stachen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken
Thunersee

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Lungerer See

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St. Gotthard

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Und schließlich unsere erste Unterkunft in Ulrichen.

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Tag 1 war also um, das Wetter besser als erwartet und es insgesamt ein schöner Tag. Stilsicher hat mir Bernd ein Potpourri bester Kurven serviert und wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt.



Gleich geht es weiter, allerdings in komprimierter Form, versprochen.
Gruß Bernd (AUR)

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Beitragvon qtreiber » Do 31.12.2015 17:55

Torsten hat geschrieben:Am zweiten Tag war das Ziel die Gegend um den Comer See.
Wir fuhren zum wunderschönen Furka Pass

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Den gegenüber sichtbaren Grimsel haben wir uns für das nächste Mal aufgespart :-)

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Oberalppass

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Saufziege mit Topcase

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Und nach vielen tollen kleinen mir völlig unbekannten Pässen schließlich das in der Nähe des Croce Domini gelegene Hotel Oasi Verde.

Nach Bezug der Zimmer und einem netten Menu bestellte Bernd uns dann ein paar Grappe, die in reichhaltigen Portionen serviert wurden. Nach der ersten nicht ganz so harmonischen Portion fanden wir dann neben wohlschmeckenden Getränken sogar noch ins Bett.
Auch an diesem Tag gab es von meinem Tourguide wieder ein feinstes Dinner leckerster Kurven.
Wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt.
Gruß Bernd (AUR)

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Beitragvon qtreiber » Do 31.12.2015 18:00

Torsten hat geschrieben:Der Sack kann noch viel mehr :wink:

Für den Samstag hatten wir uns eigentlich das Trentino vorgenommen. Aufgrund unseres bisherigen Wetterglücks wollten wir aber kein unnötiges Risiko eingehen und Bernd änderte die Tour mit Ziel unseres fast jährlich angefahrenen Stammhotels Pattissenhof.
Ich fuhr also in gewohnter Art und Weise einfach hinter Bernd her.
Gegen Mittag hatten wir alle noch fehlenden Kurven der Gegend abgegrast und befanden uns fast wieder am morgendlichen Abfahrtspunkt :-)

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Irgendwann kam dann ein Waldstück voller aus Baumstümpfen geschnitzter Figuren. Da wäre ich in einer Kurve fast mal geradeaus gefahren, weil ich von einer hölzernen Madonna geblendet wurde.
Hier nur ein Foto, wir konnten ja nicht ständig Halt machen.
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Auf dem Weg zum Idro- und Gardasee kam dann auch ein schönes Stück Schotter. Wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt.

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Hier gings zum Idro runter

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Und da ist er
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Nach einer lecker Pizza Pause fuhren wir den Valvestino und hier war die Fahrt für Bernd fast beendet.
Auf halber Strecke zum Gardasee kam uns eine Gruppe der zahnärzlichen Vereinigung Italien Nord auf ihren Harleys entgegen. Jeder, der die Strecke kennt weiß, wie eng es dort ist.
Einer der Dentisten meinte vermutlich, dass sei eine Einbahnstraße und wollte seinen vor ihm fahrenden Kollegen überholen. Wäre ja nicht so schlimm gewesen, aber genau in dem Moment kam Bernd ums Eck. Der konnte nur Dank guter Reaktion und beherztem Einsatz der sehr guten BMW Bremse einen Zusammenprall vermeiden. Das hätte böse ausgehen können, sehr böse.
Entgegenkommen bewiesen Einige auf der Tour, vornehmlich BMW Fahrer, die von der Gruppendynamik überrascht wurden. Wir mussten einige Male ausweichen, aber hier war es eben mit Abstand am knappsten.
Das uns nun sehr warm wurde, lag aber auch an den Aussentemperaturen von 27°. Am Gardasee bekam ich dann von meinem Angin San die Schauderterrasse

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und die Brasaschlucht

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gezeigt, kannte ich alles noch nicht.


Nun mussten wir uns aber ein wenig beeilen, wollten wir rechtzeitig zum 4 Gänge Menu im Pattissenhof sein. Wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt.
So mussten wir also mit 170 km/h über italienische Autobahnen nach Bozen jagen. Bisher noch kostenfrei.



Wenn ihr wollt, serviere ich euch morgen die restlichen 2 Tage.


Gruß
Torsten
Gruß Bernd (AUR)

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Beitragvon qtreiber » Do 31.12.2015 18:04

Torsten hat geschrieben:Nun finde ich wieder etwas Zeit und kann den kleinen Tourbericht beenden.

Es begann nun also Tag 4 unserer Tour. Wir saßen im Pattissenhof beim Frühstück und überlegten, welche von Bernds vorbereiteten Touren wir fahren wollen.
Ernsthaft begannen wir über die allseits bekannte Sella Runde nachzudenken. Es war zwar Sonntag, aber immerhin Nachsaison und sehr viele Motorradfahrer hatten wir bisher noch nicht gesehen.
Die waren garantiert alle wegen der schlechten Wetterprognosen zu Hause geblieben *lol*
Wir zum Glück nicht, doch nun machten uns selbst unsere Wirtsleute Biggi und Günther keine großen Hoffnungen auf einen regenfreien Tag. "Spätestens am Nachmittag regnets", hörten wir.

Da nun aber doch die ersten Sonnenstrahlen am Rosengarten zu sehen waren, setzten wir uns erst einmal auf die Terrasse und tranken noch einen Kaffee.
Nach Genuß desselben beschlossen wir, heute erst einmal loszufahren und zu schauen, wie das Wetter wird.
Wir fuhren also zügig über die uns schon im Schlaf bekannten Pässe Niger und Karer bis zur Tankstelle in Canazei. Die KTM hatte wieder einmal keinen Sprit. Die alte Saufziege nimmt sich in den Bergen 7,5 bis 8 l/100km, dabei bin ich immer im Windschatten von Bernd gefahren. Was braucht die erst ohne *grins*
Na ja, im Winter wird sie erst einmal zerlegt, der Luftfilterkasten dicht gemacht und die Düsennadel tiefer gehängt. Auf die dann fehlenden 3 bis 5 PS werde ich auch noch verzichten.

Doch zurück zur Tankstelle. Man merkt, dass bereits Nachsaison ist, denn der Tankwart war nicht in Sicht. Also musste ich mir mit Bernd Sprit für 20 Euro teilen.
Bernds Tank war nun wieder voll, bei meinem konnte ich jetzt wenigstens ein entferntes Plätschern hören.
Also weiter. Von Canazei ist es ein Katzensprung bis zum vor dem Pass liegenden Lage di Fedaia. Hier war ich zwar schon etliche Male und habe sogar Fotos vom zugefrorenen See, doch heute wollte Bernd mir zur Abwechslung mal die andere Seite zeigen.

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Als wir dann dort beim Espresso saßen, fiel unser Blick auf die Seilbahn. Ungewöhnlich war, dass man in Körben auf den Berg gefahren wurde und dabei stehen musste.
Wir schauten uns an und waren sofort einer Meinung, dass wir damit fahren wollen.
Also die Helme beim Kassenwart verstauen und ab geht es.

Da oben ist der qtreiber. Man kann am Klettersteig sehen, wie steil es dort ist.

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Und hier der MilleMÄN

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Oben angekommen, boten sich uns fantastische Ausblicke
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Aufgrund der Eindrücke und auch ein wenig wegen der Sitzbankabdrücke an meinem Allerwertesten beschloß ich, nach dem Abstieg zurück zum Pattissenhof zu fahren und den Tag mit einem Fußmarsch ausklingen zu lassen.

Bernd kann ja nie genug fahren und erzählte mir dann Abends, dass er u.a. noch meinen Lieblingspass Giao gefahren ist.
Ich ging allein, begleitet nur von Adriano Celentano, vom Pattissenhof zum Schönblick, trank dort eine große Apfelschorle und begab mich dann auf den Rückweg.
Allerdings die große Runde, denn nach einer knappen Stunde kam ich hier vorbei
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Die schlechte Qualität dieses Fotos bitte ich zu entschuldigen, meine Hand hat nach dem Aufstieg gezittert und die Schweißtropfen liefen mir in die Augen. Ehrlich.


Zurück im Pattissenhof saß Bernd schon auf der Terrasse und plante die Rücktour zum Ost-Bahnhof München.
Regen gab es an diesem Tag keinen, genau wie die Tage davor.
Aber ein paar dunkle Wolken hingen schon über dem Rosengarten
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Eigentlich wollte ich den Abend nun bei Forst und leckeren Obstgetränken ausklingen lassen (wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt), war aber merkwürdigerweise hundemüde und ging früh schlafen.


Am letzten Morgen wurde noch einmal ausgiebig gefrühstückt, bevor Abschied vom Pattissenhof und seinen überaus netten Betreibern genommen wurde. Wir sehen uns im Mai 2010 zum 10jährigen wieder.
Die Straßen waren zwar noch etwas feucht vom Regen der Nacht, aber die Sonne strahlte was das Zeug hält.
Bernds Tourplanung sah für die Rücktour einige schöne Strecken vor (wie immer), aber auf mein Bitten zeigte er mir vorher noch die Einfahrt zur Alten Tierser Landstraße.
100 Mal vorbeigerast, nun zum ersten Mal hinein gefahren. Doch leider wurde hier gebaut, aber bis dahin war es interessant zu fahren.

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Der Rest ist scnell erzählt. Ich fuhr wie immer einfach nur hinter Bernd her (wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt) und es ging über den Ritten

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das Penserjoch

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Jauffenpass

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Timmelsjoch

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Hahntennjoch (wie immer etwas rutschig)

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und dem Namlos zum Plansee
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In Deutschland angekommen, hakten wir noch den Staffelsee auf der Liste ab
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bevor dann der Tourabschluß in einem Münchner Biergarten bei schönstem Wetter gefeiert wurde.

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Prost!

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Alles in allem war es eine saugeile Tour und wer mich kennt, weiß wie mir das gefällt.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei Bernd bedanken, der mir das alles ermöglicht hat und mit der bunten Vielfalt allerfeinster Kurven das richtige Händchen bewiesen hat.

Hier noch ein letztes Foto vom Erleuchteten:

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Beitragvon Torsten » Mo 04.01.2016 19:54

Das war damals wirklich eine saugeile Tour und keine schlecht Wahl.

Und sogar das Motorrad gefällt mir noch immer, wenn auch in etwas neuerer Ausführung. Schluckt einen Liter weniger 8)
Und so wie es aussieht wird sie mich der Freudenspender auch in 2016 noch begleiten.

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Beitragvon qtreiber » Mo 04.01.2016 20:01

... immer noch das gleiche feine Teil:


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Ziel für die kommende Saison ist die 125.000 Km auf den Tacho zu bringen.
Gruß Bernd (AUR)

LB
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Beitragvon LB » Di 05.01.2016 07:27

Und wer sie kennt, weiß wie Ihnen das gefällt? :wink:
Gruß vom Lutz

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Beitragvon Jo (der Echte) » Di 05.01.2016 09:09

LB hat geschrieben:Und wer sie kennt, weiß wie Ihnen das gefällt? :wink:


Genau!
:lol: :lol: :lol:

Gesundes und frohes neues Jahr!
Jo


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